Am Montag ganz in der Früh gab es Leben im Wolfhager Kreise:
Die Landfrauen gingen wieder mal auf die Reise.
40 Frauen und Männer bestiegen den Bus mit Hallo und voller Freud,
weit hinaus ins Land sollt es gehen heut-
Richtung Osten, Autobahn Dresden
ins Polenlandunterwegs
uns vieles begegnete,
was uns vertraut und bekannt:
Eisenach, die Wartburg, die Burgen
der Drei Gleichen,
alles taten wir rasch erreichen.
Denn, wo einst vor 20 Jahren
Wachtürme standen und zwangen
zum Stopp,
geht heute die Fahrt voran ohne
Probleme flott.
Die Sage von den Drei Gleichen-Burgen , dem Grafen, der ins Morgenland auszog,
sich dort verliebte in des Sultans Töchterlein und ihr die Heirat bot.
Zu Hause damit er überraschte sein Eheweib sehr,
doch man einigte sich und lebte zu dritt glücklich daher.
Denn im Morgenland sei es ja gang und gäbe,
dass der Mann sich mehrere Frauen nähme.
Die Fahrt ging weiter, die Sonne lachte pur,
rings und umher herrliche Natur,
allmählich regte sich Leben im Bus,
man langsam wach werden musst.
Die erste Rast kurz hinter Erfurt stand an,
danach das Tagesprogramm begannmit
Morgenlied und Informationen allerlei
über die nächsten Tage, wie deren Gestaltung geplanet sei.
Über Polen im Allgemeinen, Land und Leute wurde informiert,
mit kleine Anekdoten und Geschichten verziert.
So verging die Zeit bis zur nächsten Pause schnell,
zum Auftanken des Busses, wir blieben auf der Stell.
Dennoch staunten wir nicht schlecht:
Auf dem Platz ein LKW stand mit 1000 Hieroglyphen bemalt, echt!
In der alten Ägypter-Bilderschrift dargestellt
waren
die alten Götter- und Heldengebaren.
Aber es war nur Anstrich und Reklame,
ansonsten ganz banal,
eine normale Spedition, die fuhr über Berg und
Tal!
Dresden und Frauenkirche kamen in Sichtesweite,
als wir fuhren über die Elbebrücke, die breite.
Unterdessen Frau v. Buttlar erzählte von ihrer kürzlichen Polenreise,
auch sie war eingereist von Görlitz über die Neiße.
Vieles hatte sie schon erlebt und gesehen in den Städten und vom Land,
und machte uns auf alles noch mehr gespannt.
Gegen Mittag nach Rast mit Kochwurst, Kaffee und Bier,
erreichten die polnische Grenze wir.
Das Einreisen geht heute ohne Kontrollen problemlos und im Nu,
seit 2004 das Land Polen gehört auch zur EU.
Das neue Navi uns den Weg anzeigte jetzt ganz genau
von Görlitz bis hin zu unserem Hotel in Breslau.
Breslau
, auch Venedig des Nordens genannt,sowie als Stadt der 100 Brücken bekannt.
Auf 12 Inseln gebaut florierte dort Handel und Kultur in früher Zeit,
wie es jetzt aussieht, werden wir erfahren heut.
Durch weite Ebenen und Wiesen grün fuhren wir dahin
der Stadt entgegen, am Hotel uns Emilia schon wartend empfing.
Es blieb kurze Zeit für Pause nur,
denn es ging sofort los mit Besichtigungstour!
Ein Stück mit dem Bus bis zur
Dominsel mit ihren vielen Kirchen um die Ecke gleich,von Inseln ist Breslau ja gesegnet reich.
Wir besichtigten den
Dom, der im Kriege zu 70%zerstöret ward,
man ihn aber wieder wunderbar aufgebaut und
restaurieret hat.
Das Kirchenschiff war einst zerstört,
der Chorraum zu den wenigen original erhaltenen
Teilen des Gebäudes gehört.
Kleine Seitenkapellen wir konnten betreten nur,
weil eine alte Nonne uns aufschloss die Tür.
In der Elisabeth-Kapelle wird „unserer“ Heiligen aus
Thüringen gedacht,
ihre Tante, die hlg. Hedwig, hier begraben, auch
hochgeacht.
In der Marienkapelle steht von der Schwarzen Madonna
aus Tschenstochau eine Kopie,
im Ganzen dort gibt es 21 Kapellen mit Altären und Heiligen hie.
Bei der Renovierung in den 50er Jahren man entdeckte, welch ein Juwel,
Fresken aus dem 15. Jahrhundert an verschiedenen Stelln.
In der Nähe der Bischofspalast und ein Haus für „arme Fürstenkinder“ stehn,
und ein Denkmal zu Ehren des Hlg. Johannes aus dem 18. Jahrh. war zu sehn.
Und viele junge Leute, Studenten,
saßen an vielen Ecken mit Papier,
darauf sie malten allerlei Gebäude und
was sie so entdeckten hier.
Wir kamen vorbei am Botanischen
Garten fein,
da wir aber nicht traten ein.
Wir sahen von Ferne die Jahrhunderthalle liegen,
ein imposantes Bauwerk, 1913 erbaut von Max Berg, einmalig, sonst nirgends auf der
Welt zu kriegen.
Gedenken wollte man damit der Völkerschlacht,
die bei Leipzig vor 100 Jahren den Sieg über
Napoleon gebracht.
Damals größter freitragender Stahlbetonbau
weltweit,
67 m hoch die Kuppel, allein der Innenraum 95 m
breit.
Der Petersdom 3x hineinpassen soll,
und 7000 Zuschauer bei Messen und anderen
Veranstaltungen, toll!
Dann fuhren wir weiter hinein in die Stadt,
deren Gesamtfläche 293 km2 hat!
Moderne Gebäude, Plattenbauten am Rand, nicht
besonders schön,
wie man sie auch in anderen Großstädten kann
sehn.
Dafür ist die Altstadt von Breslau der Sehenswürdigkeiten voll.
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Wenn man bedenkt, fast alles wieder erst aufgebaut nach dem Kriege, wie toll!
Kaiserstraße, Kaiserbrücken, Rathaus
und der Marktplatz,
als einer der schönsten von
Polenland,
einst wichtiger Handelsplatz und heute
noch für berühmte Biere bekannt.
In der Hanse war die Stadt schon
berühmt und begehrt,
auch hohe Herrschaften stiegen hier
ab und haben die Stadt beehrt.
Viele Gebäude zeugen aus jener
prachtvollen Zeit,
hier pulsiert das Leben auch wieder heut.
Mit seinen 24 Parkanlagen ist Breslau eine sehr grüne Stadt,
und die auch etwa 100 Kirchen hat.
Die konnten wir nicht alle besehn,
doch in die berühmte Aula der Uni wollten wir schon gern gehen.
Doch leider war uns der Zugang verwehrt zu den heiligen Hallen empor,
es standen zu viele Aufpasser davor.
140 000 Studenten lernen hier und an noch 23
Hochschulen in der Stadt,
enormer Anteil, wenn man bedenkt, dass es
etwa insgesamt 638 000 Einwohner hat.
Einen Teil davon trafen wir gleich am Markt
mit seinen vielen Bauten schön,
dem Rathaus, der Elisabethkirche, Hänsel und
Gretel,
sowie die Illusionsmalereien am Haus der 7
Kurfürsten waren zu sehn.
Besonders das Rathaus mit seiner Fassade
reich verziert,
aus dem 13. Jahrhundert, und immer wieder
neu kreiert.
Mittelgiebel, Spitztürmchen und Innenräume
voller Prunk und Astronomische Uhr,
man kann staunend schauen nur.
Auch ist hier einer der ältesten Bierkeller Europas zu finden,
das Fenster über dem Eingang reich verziert,
wo eine Szene das „richtige Leben“ zelebriert:
„ER kommt heim, recht angedüddelt- SIE den Pantoffel schwingt drohend in der Hand“,
nanu, das scheint ja so bekannt!
Neben dem großen Ring, der kleinere Salzmarkt ist zu finden,
einst die Salzbänke hier standen, heute gehört er den Blumenständen.
Welch eine Pracht und Fülle, herrlich anzuschaun bis spät in die Nacht,
wer hat wohl all die Blumen zum Verkauf hierher gebracht?
Der Verkauf lief gut an diesem Tag,
denn in Polen man heute Muttertag gefeiert hat.
Hinter einem Torbogen, vor der
Kirche Elisabeth,
man eine Gedenktafel auf dem Boden
entdeckt.
Dietrich Bonhoeffer, geboren in
dieser Stadt,
ihm man diesen Platz gewidmet hat.
Eine einzelne Gerbera-Blüte jemand
hatte hier niedergelegt,
in Gedenken an den
Widerstandskämpfer und Dichter,
der mit seinem Lied:
Von guten Mächten wunderbar
geborgen…
immer wieder die Herzen der Menschen bewegt.
Durch eine kleine Gasse
bummelten anschließend wir,
einst lebten und wirkten
Handwerker, wie z. B. Fleischer
hier.
Davon sie ihren Namen im 18.
Jahrhundert bekam,
die Tiere standen in einer Gruppe
friedlich beisamm.
Nun aber wurde knapp die Zeit,
denn unser Abendessen im Hotel Park Plaza stand schon bereit.
(Suppe, Puten-Schnitzel mit Reis und Salat, Dessert)
Am Dienstag früh erwachten wir froh und munter,
kamen aus allen Stockwerken zum Frühstück herunter,
freuten uns, alle so topfrisch zu sehen
und stärkten uns für den Tag an einem Riesenbuffet wunderschön!
Man tauschte sich aus über den vergangenen Tag und die Nacht,
was man am Abend alles noch so gemacht.
Die einen wandelten auf Väter-Spuren,
die anderen erzählten von kleinen Touren
nochmals über den Ring, oder die Dominsel um die Eck,
dort heute noch der Laternenanzünder die Gaslaternen ansteckt.
Oder am illuminierten Ufer der Oder zum Blumenmarkt am Ring,
an der bestrahlten Uni vorbei, deren
Glanz das Spiegelbild im Wasser
auffing.
Und überall 1000de junge Leute mit
der Freude am Leben,
so was müsste es bei uns mal geben!
So waren alle recht zufrieden mit
sich und der Welt an diesem 2.Tag,
hatte man auch nachts um die
Zudecke gekämpft und sich geplagt.
Nun hieß es, den Tag wieder zu
beginnen mit Elan,
Emilia kam herbei und trieb uns zur Eile an.
Koffer fertig, noch rasch ein Foto gekauft, rein in den Bus,
doch schnell war mit der Eile Schluß.
Staus am Morgen, überall dasselbe, hier wie dort,
schließlich kamen wir doch fort.
Vorbei an der Oper, von dessen Balkon u.a. auch Hitler seine Parolen schrie,
und Denkmälern, deren Standbilder wechselten je nach Coleur und Sympathie.
Immer der Hauptstraße entlang geradeaus,
über die man vor Jahren Tausende von Flüchtlingen hatte getrieben zur Stadt hinaus.
In Richtung Krakau wir mussten uns reihen ein,
denn dort sollten wir am frühen Nachmittage sein.
Unterdessen brachten wir Ständchen und Gedicht für Anneliese und Erna dar,
deren Geburtstag heute war.
Auch für Emilia wollten wir singen zum Muttertag ein Lied,
doch sie lieber ein polnisches mit uns einübt.
Oppeln,
Annaberg, diese bekannten Orte sahen wir von ferne liegen,sie zu besichtigen, konnten wir nicht auf die Reihe kriegen.
Ein geschichtsträchtiger Ort, der Annaberg,
wo man kämpfte um Schlesiens Zugehörigkeit.
Er gemeinhin als Deutsch-Polnischer Schicksalsberg gilt,
heute zeigt er auch ein andres Bild:
Das Denkmal der Deutschen gesprengt und durch ein polnisches ersetzt,
ein Amphitheater, von den Nationalsozialisten für Propagandareden genutzt,
dennoch ein Ort, wohin es manchen Pilger zieht auch heute immer wieder mal,
zum Franziskanerkloster Sankt Anna mit Blick über die schlesischen Höhen und das Tal.
Emilia noch mehr erzählt über Leidvolles aus beider Länder Geschichte,
die stets ist präsent,
bei Gleiwitz besonders, weil da der 2. Weltkrieg war entbrennt.
(Der fingierte Überfall der Nationalsozialisten auf den Rundfunksender von
Gleiwitz am 31. August 1939 löste den 2. Weltkrieg aus.)
Doch nicht nur mit „schwerer Kost“ Emilia uns unterhielt auf dieser langen Reise,
nein, vieles sie zum Lachen und Schmunzeln erzählte in polnischer Weise.
Von Frantek und Antek, die auch bei uns sind bekannt,
oder von Begebenheiten mit Menschen auf den Touren durch ihr Land.
Mittlerweile erreichten wir
Kattowitz mit seinen Schloten und 60 Gruben,die teilweise unter der Stadt gegraben,
wodurch viele Häuser und Gebäude Risse und Schäden haben.
Viele deshalb nicht mehr bewohnbar sind, ausziehen müssen Mann, Frau und Kind.
Überall verseuchte Erde im Garten und Acker und Land,
kein Knollengemüse anbauen mehr, davor wird gewarnt.
Tiefe Wälder filtern Gott sei Dank die Luft zum Atmen und Leben,
dennoch wird es immer wieder viel Schäden und Krankheit hier geben.
In die Beskiden- Berglandschaft, ganz in der Näh, man schickte
früher die Arbeiter und Kinder zum Erholen frei,
doch die Zeiten sind auch hier heute vorbei.
Wir passierten die Mautstelle, Vignette gezeigt und weiter,
der Himmel war blau und heiter.
Krakau
wollten wir schnell erreichen,doch mussten wir zunächst recht
schleichen.
Staus und Baustellen versperrten die
Straße lange,
und uns wurde wegen unserer Ankunft
im Hotel bange.
Doch schließlich erreichten wir unser
Ziel fast pünktlich sogar,
Koffer aufs Zimmer und schon unsere
Stadtführerin auch da war.
Und los ging es zunächst mit dem Bus,
doch der vor dem
Jüdischen Viertel stehen bleiben muss.Zu Fuß durchstreiften wir die Gegend dann,
wo einst die Juden von überall her waren gesiedelt an.
An der Synagoge, die heute ein Museum ist, blieben wir stehen,
um uns das einstige Zentrum
Kazimierz mit seinen Häusern und Straßen anzusehen.Alle Bewohner wurden umgesiedelt in Ghettos in jenen Jahren,
wo sie nur unter sich noch waren.
400 gab es an der Zahl, verteilt in den Bezirken
ringsumher,
von über 700 000 Einwohnern jeder 10. jüdischer
Herkunft war.
Viele namhafte Künstler und Gelehrte einst hier
lebten in der Stadt,
man sie auf hinterhältige Weise gelockt und dann
verschleppet hat.
Was dort an Leid und Elend, Not und Unrecht
wurde den Menschen angetan,
die Welt nicht vergessen soll und kann.
Unsere „Stadtbilderklärerin“ erzählte uns vieles
aus der Geschichte dieser Zeit,
doch auch von Rückkehr und neuer Hoffnung, die
sich macht breit.
Und dass in einem der kleinen Häuser eine Frau
geboren, deren Name in aller Welt bekannt:
Helena Rubinstein, die Kosmetika-Queen wird sie genannt.
Wir kehrten zurück zu unserem Bus, wo Emilia schon wartet,
denn nun unser Bus zur Stadtrundfahrt startet.
Es war Eile angesagt, denn wir wollten erleben,
wenn zu jeder vollen Stunde der Turmbläser sein Signal tat geben.
Und gerade noch rechtzeitig hörten wir im Menschengedränge,
des Bläsers Melodie, die aber ging nicht bis zum „Enge“?
Einst, nämlich, als die Tataren die Stadt überfielen bei Nacht,
ein Mann auf dem Turm der
Marienkirche hat gewachtund Alarm geblasen, gerettet dadurch die Stadt,
ehe ihm selbst ein Pfeil die Kehle durchbohret
hat.
Seither zu jeder vollen Stunde wird geblasen
diese Melodie-
Und an jener bestimmten Stelle wird
abgebrochen sie.
Viele Menschen säumten den Ringplatz, den
größten Platz der Stadt,
wo Krakau seine Wurzeln hat.
Hier florierte der Handel mit Tuch und mit
anderen kostbaren Gütern reich,
heute beherbergen die Hallen Kunsthandwerk und
dergleich.
Der schönste Platz der Welt soll es auch sein,
und Polens heimliche Hauptstadt obendrein.
Hier pulsiert das Leben in vollen Zügen,
dem zuzuschauen, ist ein großes Vergnügen.
Bürgerpaläste aus jenen Zeiten
rings um den Platz um Schönheit streiten.
200m x200m misst das Areal,
damit ist es größer als der
Petersplatz in Rom allemal.
Die Stadt, kaum zerstört in des
Krieges Wirren, Gott sei Dank,
hat eine Geschichte, die schon
währet 1000 Jahre lang.
Man sagt sogar mit ein wenig Ironie:
Krakau ohne Polen, einerlei,
aber Polen ohne Krakau, undenkbar
sei.
Die
älteste Uni auch ist zu finden hier, (etwa 140 000 Studenten)An der schon Kopernikus tat studiern.
Auch der älteste Globus hier zu betrachten sei,
so erzählte uns unsere Führerin recht frei.
In der
Marienkirche, die mit dem Bläser und den 2 ungleichen Türmen, wohl bemerkt,ein berühmter deutscher Künstler hatte im 15. Jahrhundert gewerkt:
Veit Stoß
hier den Altar (größtesTriptichon Europas) einst schuf,5-teilig mit Marias Leben und 200 feststehenden Figuren aus Lindenholz,
er hatte einen guten Ruf.
Sein Jahresgehalt betrug soviel wie ein Jahresetat der Stadt,
doch das alles ihn letztlich nur Unglück bracht.
Gefälschte Wechsel ihn stürzten tief,
er wieder zurück nach Nürnberg lief.
Verarmt und fast blind ging sein Leben zu Ende,
erst die Romantik entdeckte wieder die kostbare Arbeit seiner Hände.
Die Nazis nutzen seinen Namen zu Propagandazwecken,
und taten sein Werk nach Berlin verschicken.
Heut steht der Altar wieder an seinem Ort,
und niemand wird ihn hoffentlich nochmals wegholen von dort.
Die älteste Kirche auch hier am Platze steht,
bis ins 12. Jahrhundert die Gründung der
Albertkirche zurückgeht.Ehemals eine kleine Kirche nur aus Holz gebaut schlicht,
im Laufe der Zeit veränderte sie immer wieder ihr Gesicht.
Daneben ein großer Turm ragt hoch empor,
der
Rathausturm, doch wo ist das Rathaus nur?Heute ist darin ein kleines Museum zur
Geschichte der Stadt untergebracht.
Wir aber haben uns weiter auf den Weg
gemacht,
vorbei an der
Barbakane, dem größten gotischenWehrturm aus dem 15. Jahrh.,
durch das
Florianstor , durch dasehemals die Könige die Stadt betraten,
zur
Floriansgasse hin mit den schönenHäuserfassaden,
auch begegneten wir
Papst Joh. Paul II. aneinigen Häuserwänden in Bild und Wort,
er wird verehrt überall im Land und ganz
besonders hier am Ort.
Weil hier er wirkte als Erzbischof und Kardinal,
ehe er nach Rom musste nach der Papstwahl.
Geschäftiges Treiben in all den Straßen und Gassen,
man konnte sich auch mit dem „Fiaker“ durch die Stadt fahren lassen.
Vor der
Peter und Paul – Kirche bliebenwir stehn,
auf dem Vorplatz die Statuen der 12
Apostel waren zu sehn.
Zum Schluß wir gingen noch ein Stück am
Weichselufer
entlang,zu Füßen des
Wawel , zu dem man über eineBrücke gelang.
Doch langsam mussten wir an die
Rückfahrt zum Hotel denken jetzt,
denn dort warteten die Kellner mit
dem Abendessen um 6.
Schnitzel mit Bigosch und pommes
und Grütze dazu,
danach gingen wir zur Ruh.
Doch zu schön war der Abend, um wirklich schlafen zu gehen,
wir nahmen ein Taxi und wollten lieber Krakau bei Nacht uns ansehn.
Das war wirklich ein Erlebnis, das Treiben auf dem Markt, die jungen Leute all,
wie schon in Breslau, auch hier pulsiert das Leben prall.
Feuerkünstler, Rapper und Kleinkünstler viele,
Studenten sicher, die für Münzen brachten Spiele.
In den Tuchhallen nur noch Schmuck- und Bernsteinbuden waren offen,
alle noch auf späte Käufer hofften.
Allmählich die Dunkelheit brach herein,
und die Häuser strahlten im Lichterschein.
Bei Cappuccino, Eis oder Bier
genossen diese herrliche Atmosphäre wir.
Zu später Stunde sagten der Stadt wir „gute Nacht“ und Auf Wiedersehn,
denn am anderen Morgen sollt es in der Früh zum Schlossberg gehen.
Mittwoch, 27. Mai
Nach diesem herrlichen Abend und einer ruhigen Nacht,
ging es wieder los kurz nach 8.
Das Wetter zeigte sich immer trüber mit Wolken schwer und grau,
unser 1. Ziel war heute der
Wawel- Schloßbau.Sein Name geht auf den sagenhaften Herrscher Krak der Wislanen zurück,
glaubt man, doch nur auf gut Glück.
Unter dem Schlossberg in einer Höhle ein Drache hauste in jenen Zeiten
Und tat Angst und Schrecken arg verbreiten.
Opfer forderte er: Rinder, Schafe, junge Mädchen gar,
das dem König zuviel war.
Er versprach die eigne Tochter dem Manne,
der das Ungeheuer bezwingen könne.
Es versuchte viele brave Rittersleute
und wurden dabei selbst zur Beute.
Da kam ein Schusterjunge flugs heran,
der versuchte es mit einem Tricke dann:
Ein Schaf mit Schwefel angefüllt,
der Drache verschlingt es gierig, doch dann er brüllt.
Der Schwefel ihm die Därme reißt,
und er sich in den Fluss nein schmeißt.
Fort ist er nun, der König voller Glück,
kann nun vom Versprechen nicht zurück.
Sein Töchterlein und der Schusterjunge werden ein Paar,
und alle Welt glücklich damit war.
Ein bronzener Drache am Eingang zur Höhle erinnert heut
an die mutige Tat vor langen, langer Zeit.
Zunächst hieß es erst mal den Schlosshügel zu erklimmen empor,
im Schlosshof wartete schon unsere „Schloßbilderklärerin“ am Tor.
Sogleich sie uns in die Kathedrale führte hinein,
es war noch früh und so konnten wir alles in Ruhe betrachten fein.
Sie auch die Krönungskirche wird genannt,
weil hier über Jahrhunderte hinweg die Krönungen von 37 polnischen Könige
fanden statt.
Bis später Warschau (1596) das Regiment übernahm,
und Krakau erst an zweiter Stelle kam.
Viele Baustile sind an diesem Kirchenbau zu sehn,
und von den 21 Kapellen ist eine ganz besonders schön.
Hier der Sigismund seine Ruhestätte unter einer goldnen Kuppel fand.
Vom Turm, die größte Glocke erschallt übers Land.
12 Männer braucht man sie zum Tönen zu bringen
aus umgeschmolzenen Kanonen abgegossen, tut sie heut zur Ehre Gottes erklingen.
Auch die meisten anderen Könige
fanden
in dieser Kathedrale
ihre letzte Ruhestatt,
in zahlreichen Sarkophargen und
Grabmählern aus Marmor und
Sandsteingebilden,
nur der Hl. Stanislaus
einen silbernen hat.
Ebenso ist das schwarze Kruzifix
der Hl. Hedwig hier zu finden,
sowie eine Kopie der Schwarzen Madonna und viele Gobelins
aus Flandern an den Wänden.
Draußen derweil schon lange Besucherschlangen standen an,
viele Kindergruppen mit Lehrern, die absolvieren noch
rasch vor den Ferien ihr „Pflichtprogramm“.
Wir traten hinaus in den Innenhof mit seinen herrlichen Arkaden ringsherum,
die aus der Zeit stammten, als nach dem Brand im Jahre 1499
der Hof musste gebaut werden um.
Reste von Malereien sind hoch unter dem Dach dort noch teilweise zu sehn,
das war bestimmt seinerzeit wunderschön.
Viele Herrscher hatte das Schloß im
Laufe der Jahrhunderte schon gesehn,
auch in jüngster Geschichte war dort
vieles geschehen.
Im 2. Weltkrieg residierte der
Generalgouverneur hier hoch oben,
auf dem Wirtschaftsteil die Nazi-
Verwaltung sich tat austoben.
Zum Schluß traten wir noch in die Schlossräume ein,
dort befinden sich jetzt das Museum mit großen Schätzen fein.
Vieles hatte man während fremder Besatzerzeit geraubt und gestohlen,
doch einen Teil hatten die Polen rechtzeitig nach Kanada geschafft,
den konnte man dann wieder holen.
Herrliche Holzdecken in Kassettenstruktur,
wunderbare Gobelins mit Themen aus der Bibel und
aus der Natur.
Bildteppiche aus Wolle und Seide
mit Metallfäden verwebt,
haben bis heute überlebt.
Einigen, die man hatte geraubt und am neuen Platz
nicht passten,
hatte man leider abgeschnitten und gekürzt die
Quasten.
In dem Empfangsraume, wo die Herrscher
Turniere spielten in den Hallen,
ließ Sigismund seinerzeit von Hans Dürer, den
Bruder von Albrecht, die Wände bemalen.
Der Thronsaal, wohl der schönste im Haus,
zeichnet sich durch die berühmten „Wawel-Köpfe“ in den
Kassettenfeldern der Decke aus.
All das bestaunten wir sehr,
sicherlich gab es der Schätze noch viel mehr.
Aber alles konnten wir nicht besehn,
wir mussten weiter zum nächsten Besichtigungsort gehen.
Inzwischen regnete es in Strömen vom Himmel herab,
wir setzten uns etwas schneller in Trab.
Der Bus auf uns wartete schon an der Ecke,
vor uns lag zwar eine kurze, aber baustellenreiche Strecke.
Zum
Salzbergwerk Wieliczka schlugen wir die Richtung ein,zum Mittagessen sollten dort wir sein.
Zwar war die Zeit noch viel zu
früh am Platz,
Emilia versuchte zu bekommen
für unseren Termin
günstigeren Ersatz.
Doch es gibt nur Führungen in
Deutsch um 16 Uhr,
vorher war kein Führer zu
bekommen für unsere Tour.
So verbrachten in einem
netten Lokal wir die Zeit,
in einer Regenpause
spazierten wir in die
Stadt hinunter nicht weit.
Dann endlich konnt es losgehn, wir fuhren ein in den Schacht,
ein Fahrstuhlkorb hat uns tief in den Berg hinab gebracht.
Wir tauchten ein in eine ganz andere Welt,
alles war hier aus Salzgestein herausgemeißelt und plastisch dargestellt:
Figuren, Fresken, Treppen und Hallen prächtig und groß,
wir nur konnten staunen bloß.
Auch dies auf der UNESCO- Welterbe -Liste steht,
bis zu 327 m es in die Tiefe geht.
20 von insgesamt 2000 Kammern und Kapellen für Besucher sind frei,
und es das älteste erhaltene
Salzbergwerk der Erde sei.Bizarre Landschaften, Konzertsäle, Kirchen und unterirdische Seen,
dies und noch viel mehr gibt es dort zu sehn.
Schon vor 1000 Jahren wurde hier das kostbare Salz abgebaut,
und nicht weit vom Ort wird Kochsalz gewonnen auch noch heut.
Zeugnisse der Arbeit der Kumpel wie es damals wohl war
veranschaulichen Kunstwerke kaum vorstellbar.
Die Entdeckung des Salzes an dieser Stelle, so erzählt eine Mär,
rührt von einer ungarischen Prinzessin her:
sie warf dereinst einen Ring in die Schlucht,
und fand tatsächlich einen Schatz- das weiße Gold, als man den Ring sucht.
Bergleute schufen später hier
in hundert Meter Tiefe der
Kinga eine Kapelle zur Ehr.32 Jahre brauchten die (3) Künstler für ihr Werk so eindrucksvoll,
sicher halfen viele mit, dass dies wurde so toll.
Hier kann man heiraten, konzertieren und sogar kuren,
und auch Papst Joh.Paul II. war unter den Figuren.
Die Madonna von Lourdes steht hier nachgebildt,
sogar das letzte Abendmahl nicht fehlt.
Kronleuchter mit „Kristall-Gehänge“ aus Salz gemacht,
sie beleuchten die Halle, wo sonntags in Gottesdiensten wird Gott
wird und den Menschen gedacht.
Aber auch der Kommerz nicht kommt zu kurz in der Tiefe hier,
Kioske, Fotoshops und andres mehr.
Wir fuhren dann wieder hinauf über Tage ins Licht,
vergessen werden wir dieses Erlebnis wohl nicht.
Im Hotel wir nahmen unser Abendessen ein,
Schnitzel mit Reis und Salat fein!
Für heute hatten wir wieder mal genug erlebt und gesehen,
so konnten wir müde und geschafft in die Betten gehen.
Donnerstag, 28. Mai
Heute mussten wir wieder früh aufstehen,
denn gleich nach dem Frühstück sollt es weitergehen.
Die Knochen taten noch ein bisschen weh vom vorigen Tag,
doch bald hatten wir vergessen alle Plag.
Schwere Kost für den Vormittag angesagt war,
eine Tour nach
Auschwitz-Birkenau, nicht leicht, fürwahr.Über Landstraßen mit blühender Landschaft und kleinen Orten hier und da,
das ist schöner als auf der Autobahn.
Zwar brachten einige Umleitungen uns in Bedrängnis wegen der Zeit,
doch geduldig stand unser Guide schon bereit.
Mit Kopfhörern und Sprechfunk ausgerüst,
weil das für die Verständigung einfacher ist,
wir durch das Gelände mit vielen Gruppen zugleich marschierten,
in der Mehrzahl junge Leute, die ihr Pflichtprogramm absolvierten.
Es ist gut, dass man heute darüber informiert weniger vorbehalten, eher offen,
doch ob man daraus für die Zukunft lernt, bleibt zu hoffen.
Wir durchschritten das Tor zur „Arbeit
macht frei“,
man kennt diese Inschrift aus Dokumenten
mancherlei,
besuchten Block 4, 5 und andere mehr,
in jedem waren unzählige Schicksale
dokumentiert traurig sehr.
Janosz erzählte, dass Besuchern, die damals
hier überlebet hatten,
staunen, dass heute hier alles so grün
und voller hoher Bäume Schatten.
Kein Wunder, denn in jener Zeit gab es nur Lager u. Kasernen in Reihen akkurat,
die Häftlingsschar ja damals die Bäume erst gepflanzet hat!
Die Pappeln schnell wuchsen in die Höh,
und heute in der Sonne schien alles so schön….
In den Häusern hinter Glas und in
Kästen zu betrachten waren:
Koffer, Kleider, Schuhe, und ganz
schlimm- Berge von Haaren.
Bedrückend die Kellerräume, Zellen
und Kammern,
Tausende von Menschen hier
umkamen.
An der Todesmauer Besucher hatten
Blumen dargebracht,
und auf diese Weise der gequälten
Menschen gedacht.
Der zweite Teil der Tour nach
Birkenauführte gleich in der Nähe dort.
Noch ein viel größeres Gelände mit Lagern
und Baracken stehen dort.
Allein 200 000 Kinder wurden
hierher deportiert,
nur 600 von ihnen hatten die
Schrecken überlebt!
Hier die Schienen endeten, wo es hieß
rechts oder links sich einzureihn,
für die einen das Ende, für die anderen
ging es zunächst in die Lager hinein.
Nicht wegen Erholung oder Umsiedlung,
wie man es den Menschen vorgemacht,
hier wurden die meisten
von ihnen umgebracht.
Juden, Polen, Russen, Sinti und
Roma und Leute, die unbequem,
die wagten zu widersprechen
dem Horror-Regime.
Hier war die Zentrale europaweit,
das Verbrechen im wahrsten
Sinne des Wortes
zum Himmel schreit!
Einige Bauten noch zur Erinnerung stehn,
in denen die „Betten-Regale, Gemeinschafts-Latrinen und mehr
auf dem „größten Friedhof der Welt“ sind zu sehn.
Ziemlich betroffen und still
verließen wir den Ort,
und setzten unsere Fahrt
Damit unsere Heimreise schon
begann,
doch einiges hatten wir dennoch
im Programm.
Unterwegs Emilia erzählte uns
noch einiges vom Land und
der Leute Sorgen,
auch hier bedrückt die Menschen
die Frage: Was kommt morgen?
Zwischendurch gabs auch Singen, lustige Geschichten und dergleichen,
der Abschied von Emilia nahte, als wir taten wieder Breslau erreichen.
Schnell ein Kaffee bei IKEA, Tschüss und Dankeschön,
Emilia nachgewunken, sie musste rasch nach Hause gehen,
denn dort wartete man schon auf sie als Stadtbilderklärerin für eine neue Gruppe,
wir wünschten ihr eine solche nette wie unsere Truppe!
Unterwegs der Himmel wurde
schwarz, die Wolken schwer,
ein deftiges Gewitter kam daher.
Aber wir saßen trocken und sicher
hier im Bus,
nur der arme Manfred gegen das
aquaplaning kämpfen musst.
Eigentlich wollten wir noch in
Bunzlau halten an,um Keramik zu kaufen mit den letzten
Szlotys dann.
Doch dort war geschlossen, es war kurz nach 6,
so kamen wir in
Görlitz an nicht gar so gehetzt.Im
Hotel Mercure erlebten wir Überraschung und netten Empfang,ein Glas Curacao/Orange und tolle Blumen im Eingang,
auf dem Zimmer begrüßt am Computer ganz individuell,
doch zunächst hieß es zum Abendessen eilen schnell.
Menu nach Wahl am großem Buffet mit Suppe und vielen Leckereien,
schade, dass der Magen nur so klein!
Es hat wunderbar geschmeckt,
auch die Bedienung freundlich perfekt.
Nachher noch rasch mal in die Stadt,
an die man noch gute Erinnerung hat.
Vieles wurde wieder erkannt,
damals trennte die Neiße-Brücke noch Polen und Deutschland.
Die Brücke 2004 wurde geöffnet, als Polen in die EU wurde aufgenommen,
seit her können die Menschen beider Stadtteile gut zusammen kommen.
Der deutsche Teil der Stadt hell und bunt im Flusse spiegelt sich,
im polnischen Teil die Farbe grau noch überwiegt mehrheitlich.
Nur weil so kalt und donnerig war das Wetter,
gingen wir zurück ins Hotel, das war „better“.
Hatten eine ruhige Nacht wunderbar,
doch nicht für alle bot sich das so dar:
Fam. Schwarz wohl hatte gebucht die Extra-Klasse, o lala.
Doch, was gab es wohl Besondres da?
Herr Schwarz, er meinte lapidar,
für mich es ein ganz neues Erlebnis war.
Seine Frau schwankte derweil her und hin,
wollte sie aufstehn, blieb stets ein Teil von ihr im Bette drin.
Sie hat dann auf den Zettel im Zimmer geschrieben:
Alles ganz toll und nett,
aber nie wieder ein Wasserbett!
Das Frühstück war ganz toll und riesengroß,
schade, aber wer kann so viel am frühen Morgen essen bloß?
Der Himmel blieb noch eine Weile grau verhangen,
Doch das änderte sich, als wir mit unserer Besichtigungstour durch Görlitz begannen.
In 2 Gruppen zogen wir los in die Stadt,
die so vieles zu begucken hat:
Herrlich restaurierte Häuser mit tollen
Portalen,
alte Gebäude mit riesigen Hallen,
reiche Kaufleuten hier einst lebten und
Handel trieben mit Salz und Tuchwaren,
gewebten.
Auch Napoleon und andre berühmte Leute mehr,
hatten zu ihrer Zeit mehrmals genächtigt hier.
Zum Glück wurde die Stadt nicht zerstört in den Wirren der Zeit,
deshalb ist sie heute mit ihren Häusern aus Renaissance, Barock, romanischem oder
gotischem Stil wohl eine Besonderheit.
Gesponsert seit Jahren mit 1 Million (DM) für Erhaltung und Ausbau
von Objekten, von unbekannter Hand,
hofft man, dass dieser Segen noch lange fließen kann.
Nicht so gut geht es dem Stadtteil auf der anderen Seite vom Fluß,
dort man noch mehr ums Überleben kämpfen muß.
Die Arbeitslosigkeit überall ist groß,
wohin soll das alles noch führen bloß?
Auf der alten Handelsstraße „via regia“
wir bis zum Obermarkt gingen,
wo früher die Handelsleute ihre Waren
von Spanien bis Asien taten hin und her
bringen.
Am Treppenfuße vom Rathaus Justitia
grüßt mit der Waage in der Hand,
an der anderen Seite bestaunten wir die
Uhren an der Wand.
Über die Treppe ein Hochzeitspaar kam
herunter vom Winde verweht,
wünschen wir ihnen, dass es im Leben
nicht immer so stürmisch zugeht!
An den Hausportalen die sog. Kaffköpp schauen
herunter,
sie lauschen dem Geplapper munter,
derer, die damals auf den Stufen saßen
und dabei manchmal Zeit und Stunde vergaßen.
Ganz in der Nähe das Biblische Haus war zu
betrachten,
einst Künstler an die Wände Bilder aus der Bibel
aufbrachten.
Daneben das „rote Haus“, es als das älteste
Renaissance-Haus Deutschlands gilt
und schon über 500 Jahre zählt.
Eines durften wir auslassen um keinen Preis:
Noch-Kaufhaus Hertie, ein Juwel, wie jeder weiß!
Mit Jugendstil-Glasgewölbe wunderbar gebaut, farbig bunt
und breiten Treppenaufgängen und Säulen aus Frankenwald Marmor rund.
Dort wir nur leider verbringen
konnten eine kleine Weile drin,
denn nun stand nach Richtung Kassel
nur noch uns der Sinn.
Unterwegs noch einige wenige Pausen wir machten,
alle schon mehr oder weniger an zu Hause dachten.
Die Zeit vertrieben wir uns mit singen und lesen
über die Tage, die gewesen.
Waren dankbar und froh, dass alles so gut gelaufen ohne Komplikationen
oder dergleichen,
und taten so am frühen Abend Wolfhagen wieder erreichen.
Dankten Herrn Knorn, der uns so gut gefahren über Berg und Tal,
hoffen, dass er uns auch fährt beim nächsten Mal.
Gedankt sei auch allen, die mitgeholfen und mitgemacht,
dass diese Reise hat wieder Spaß gemacht.
Wir waren wieder eine gute Gruppe in der Tat,
vielleicht sehen wir uns wieder zu einer neuen Fahrt.
Im nächsten Jahr, so Gott will,
wird es geben ein neues Ziel.
Danke, euch allen alles Gute
Eure Marianne Winzig Im Mai 2009