Erlebte Reise nach Südpolen vom 25.-29. Mai 2009

Montag, den 25. Mai

Am Montag ganz in der Früh gab es Leben im Wolfhager Kreise:

Die Landfrauen gingen wieder mal auf die Reise.

40 Frauen und Männer bestiegen den Bus mit Hallo und voller Freud,

weit hinaus ins Land sollt es gehen heut-

Richtung Osten, Autobahn Dresden

ins Polenlandunterwegs

uns vieles begegnete,

was uns vertraut und bekannt:

Eisenach, die Wartburg, die Burgen

der Drei Gleichen,

alles taten wir rasch erreichen.

Denn, wo einst vor 20 Jahren

Wachtürme standen und zwangen

zum Stopp,

geht heute die Fahrt voran ohne

Probleme flott.

Die Sage von den Drei Gleichen-Burgen , dem Grafen, der ins Morgenland auszog,

sich dort verliebte in des Sultans Töchterlein und ihr die Heirat bot.

Zu Hause damit er überraschte sein Eheweib sehr,

doch man einigte sich und lebte zu dritt glücklich daher.

Denn im Morgenland sei es ja gang und gäbe,

dass der Mann sich mehrere Frauen nähme.

Die Fahrt ging weiter, die Sonne lachte pur,

rings und umher herrliche Natur,

allmählich regte sich Leben im Bus,

man langsam wach werden musst.

Die erste Rast kurz hinter Erfurt stand an,

danach das Tagesprogramm begannmit

Morgenlied und Informationen allerlei

über die nächsten Tage, wie deren Gestaltung geplanet sei.

Über Polen im Allgemeinen, Land und Leute wurde informiert,

mit kleine Anekdoten und Geschichten verziert.

So verging die Zeit bis zur nächsten Pause schnell,

zum Auftanken des Busses, wir blieben auf der Stell.

Dennoch staunten wir nicht schlecht:

Auf dem Platz ein LKW stand mit 1000 Hieroglyphen bemalt, echt!

In der alten Ägypter-Bilderschrift dargestellt

waren

die alten Götter- und Heldengebaren.

Aber es war nur Anstrich und Reklame,

ansonsten ganz banal,

eine normale Spedition, die fuhr über Berg und

Tal!

Dresden und Frauenkirche kamen in Sichtesweite,

als wir fuhren über die Elbebrücke, die breite.

Unterdessen Frau v. Buttlar erzählte von ihrer kürzlichen Polenreise,

auch sie war eingereist von Görlitz über die Neiße.

Vieles hatte sie schon erlebt und gesehen in den Städten und vom Land,

und machte uns auf alles noch mehr gespannt.

Gegen Mittag nach Rast mit Kochwurst, Kaffee und Bier,

erreichten die polnische Grenze wir.

Das Einreisen geht heute ohne Kontrollen problemlos und im Nu,

seit 2004 das Land Polen gehört auch zur EU.

Das neue Navi uns den Weg anzeigte jetzt ganz genau

von Görlitz bis hin zu unserem Hotel in Breslau.

Breslau, auch Venedig des Nordens genannt,

sowie als Stadt der 100 Brücken bekannt.

Auf 12 Inseln gebaut florierte dort Handel und Kultur in früher Zeit,

wie es jetzt aussieht, werden wir erfahren heut.

Durch weite Ebenen und Wiesen grün fuhren wir dahin

der Stadt entgegen, am Hotel uns Emilia schon wartend empfing.

Es blieb kurze Zeit für Pause nur,

denn es ging sofort los mit Besichtigungstour!

Ein Stück mit dem Bus bis zur Dominsel mit ihren vielen Kirchen um die Ecke gleich,

von Inseln ist Breslau ja gesegnet reich.

Wir besichtigten den Dom, der im Kriege zu 70%

zerstöret ward,

man ihn aber wieder wunderbar aufgebaut und

restaurieret hat.

Das Kirchenschiff war einst zerstört,

der Chorraum zu den wenigen original erhaltenen

Teilen des Gebäudes gehört.

Kleine Seitenkapellen wir konnten betreten nur,

weil eine alte Nonne uns aufschloss die Tür.

In der Elisabeth-Kapelle wird „unserer“ Heiligen aus

Thüringen gedacht,

ihre Tante, die hlg. Hedwig, hier begraben, auch

hochgeacht.

In der Marienkapelle steht von der Schwarzen Madonna

aus Tschenstochau eine Kopie,

im Ganzen dort gibt es 21 Kapellen mit Altären und Heiligen hie.

Bei der Renovierung in den 50er Jahren man entdeckte, welch ein Juwel,

Fresken aus dem 15. Jahrhundert an verschiedenen Stelln.

In der Nähe der Bischofspalast und ein Haus für „arme Fürstenkinder“ stehn,

und ein Denkmal zu Ehren des Hlg. Johannes aus dem 18. Jahrh. war zu sehn.

Und viele junge Leute, Studenten,

saßen an vielen Ecken mit Papier,

darauf sie malten allerlei Gebäude und

was sie so entdeckten hier.

Wir kamen vorbei am Botanischen

Garten fein,

da wir aber nicht traten ein.

Wir sahen von Ferne die Jahrhunderthalle liegen,

ein imposantes Bauwerk, 1913 erbaut von Max Berg, einmalig, sonst nirgends auf der

Welt zu kriegen.

Gedenken wollte man damit der Völkerschlacht,

die bei Leipzig vor 100 Jahren den Sieg über

Napoleon gebracht.

Damals größter freitragender Stahlbetonbau

weltweit,

67 m hoch die Kuppel, allein der Innenraum 95 m

breit.

Der Petersdom 3x hineinpassen soll,

und 7000 Zuschauer bei Messen und anderen

Veranstaltungen, toll!

Dann fuhren wir weiter hinein in die Stadt,

deren Gesamtfläche 293 km2 hat!

Moderne Gebäude, Plattenbauten am Rand, nicht

besonders schön,

wie man sie auch in anderen Großstädten kann

sehn.

Dafür ist die Altstadt von Breslau der Sehenswürdigkeiten voll.

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Wenn man bedenkt, fast alles wieder erst aufgebaut nach dem Kriege, wie toll!

Kaiserstraße, Kaiserbrücken, Rathaus

und der Marktplatz,

als einer der schönsten von

Polenland,

einst wichtiger Handelsplatz und heute

noch für berühmte Biere bekannt.

In der Hanse war die Stadt schon

berühmt und begehrt,

auch hohe Herrschaften stiegen hier

ab und haben die Stadt beehrt.

Viele Gebäude zeugen aus jener

prachtvollen Zeit,

hier pulsiert das Leben auch wieder heut.

Mit seinen 24 Parkanlagen ist Breslau eine sehr grüne Stadt,

und die auch etwa 100 Kirchen hat.

Die konnten wir nicht alle besehn,

doch in die berühmte Aula der Uni wollten wir schon gern gehen.

Doch leider war uns der Zugang verwehrt zu den heiligen Hallen empor,

es standen zu viele Aufpasser davor.

140 000 Studenten lernen hier und an noch 23

Hochschulen in der Stadt,

enormer Anteil, wenn man bedenkt, dass es

etwa insgesamt 638 000 Einwohner hat.

Einen Teil davon trafen wir gleich am Markt

mit seinen vielen Bauten schön,

dem Rathaus, der Elisabethkirche, Hänsel und

Gretel,

sowie die Illusionsmalereien am Haus der 7

Kurfürsten waren zu sehn.

Besonders das Rathaus mit seiner Fassade

reich verziert,

aus dem 13. Jahrhundert, und immer wieder

neu kreiert.

Mittelgiebel, Spitztürmchen und Innenräume

voller Prunk und Astronomische Uhr,

man kann staunend schauen nur.

 

Auch ist hier einer der ältesten Bierkeller Europas zu finden,

das Fenster über dem Eingang reich verziert,

wo eine Szene das „richtige Leben“ zelebriert:

„ER kommt heim, recht angedüddelt- SIE den Pantoffel schwingt drohend in der Hand“,

nanu, das scheint ja so bekannt!

Neben dem großen Ring, der kleinere Salzmarkt ist zu finden,

einst die Salzbänke hier standen, heute gehört er den Blumenständen.

Welch eine Pracht und Fülle, herrlich anzuschaun bis spät in die Nacht,

wer hat wohl all die Blumen zum Verkauf hierher gebracht?

Der Verkauf lief gut an diesem Tag,

denn in Polen man heute Muttertag gefeiert hat.

Hinter einem Torbogen, vor der

Kirche Elisabeth,

man eine Gedenktafel auf dem Boden

entdeckt.

Dietrich Bonhoeffer, geboren in

dieser Stadt,

ihm man diesen Platz gewidmet hat.

Eine einzelne Gerbera-Blüte jemand

hatte hier niedergelegt,

in Gedenken an den

Widerstandskämpfer und Dichter,

der mit seinem Lied:

Von guten Mächten wunderbar

geborgen…

immer wieder die Herzen der Menschen bewegt.

 

Durch eine kleine Gasse

bummelten anschließend wir,

einst lebten und wirkten

Handwerker, wie z. B. Fleischer

hier.

Davon sie ihren Namen im 18.

Jahrhundert bekam,

die Tiere standen in einer Gruppe

friedlich beisamm.

Nun aber wurde knapp die Zeit,

denn unser Abendessen im Hotel Park Plaza stand schon bereit.

(Suppe, Puten-Schnitzel mit Reis und Salat, Dessert)

Dienstag, 26. Mai

Am Dienstag früh erwachten wir froh und munter,

kamen aus allen Stockwerken zum Frühstück herunter,

freuten uns, alle so topfrisch zu sehen

und stärkten uns für den Tag an einem Riesenbuffet wunderschön!

Man tauschte sich aus über den vergangenen Tag und die Nacht,

was man am Abend alles noch so gemacht.

Die einen wandelten auf Väter-Spuren,

die anderen erzählten von kleinen Touren

nochmals über den Ring, oder die Dominsel um die Eck,

dort heute noch der Laternenanzünder die Gaslaternen ansteckt.

Oder am illuminierten Ufer der Oder zum Blumenmarkt am Ring,

an der bestrahlten Uni vorbei, deren

Glanz das Spiegelbild im Wasser

auffing.

Und überall 1000de junge Leute mit

der Freude am Leben,

so was müsste es bei uns mal geben!

So waren alle recht zufrieden mit

sich und der Welt an diesem 2.Tag,

hatte man auch nachts um die

Zudecke gekämpft und sich geplagt.

Nun hieß es, den Tag wieder zu

beginnen mit Elan,

Emilia kam herbei und trieb uns zur Eile an.

Koffer fertig, noch rasch ein Foto gekauft, rein in den Bus,

doch schnell war mit der Eile Schluß.

Staus am Morgen, überall dasselbe, hier wie dort,

schließlich kamen wir doch fort.

Vorbei an der Oper, von dessen Balkon u.a. auch Hitler seine Parolen schrie,

und Denkmälern, deren Standbilder wechselten je nach Coleur und Sympathie.

Immer der Hauptstraße entlang geradeaus,

über die man vor Jahren Tausende von Flüchtlingen hatte getrieben zur Stadt hinaus.

In Richtung Krakau wir mussten uns reihen ein,

denn dort sollten wir am frühen Nachmittage sein.

Unterdessen brachten wir Ständchen und Gedicht für Anneliese und Erna dar,

deren Geburtstag heute war.

Auch für Emilia wollten wir singen zum Muttertag ein Lied,

doch sie lieber ein polnisches mit uns einübt.

Oppeln, Annaberg, diese bekannten Orte sahen wir von ferne liegen,

sie zu besichtigen, konnten wir nicht auf die Reihe kriegen.

Ein geschichtsträchtiger Ort, der Annaberg,

wo man kämpfte um Schlesiens Zugehörigkeit.

Er gemeinhin als Deutsch-Polnischer Schicksalsberg gilt,

heute zeigt er auch ein andres Bild:

Das Denkmal der Deutschen gesprengt und durch ein polnisches ersetzt,

ein Amphitheater, von den Nationalsozialisten für Propagandareden genutzt,

dennoch ein Ort, wohin es manchen Pilger zieht auch heute immer wieder mal,

zum Franziskanerkloster Sankt Anna mit Blick über die schlesischen Höhen und das Tal.

Emilia noch mehr erzählt über Leidvolles aus beider Länder Geschichte,

die stets ist präsent,

bei Gleiwitz besonders, weil da der 2. Weltkrieg war entbrennt.

(Der fingierte Überfall der Nationalsozialisten auf den Rundfunksender von

Gleiwitz am 31. August 1939 löste den 2. Weltkrieg aus.)

Doch nicht nur mit „schwerer Kost“ Emilia uns unterhielt auf dieser langen Reise,

nein, vieles sie zum Lachen und Schmunzeln erzählte in polnischer Weise.

Von Frantek und Antek, die auch bei uns sind bekannt,

oder von Begebenheiten mit Menschen auf den Touren durch ihr Land.

Mittlerweile erreichten wir Kattowitz mit seinen Schloten und 60 Gruben,

die teilweise unter der Stadt gegraben,

wodurch viele Häuser und Gebäude Risse und Schäden haben.

Viele deshalb nicht mehr bewohnbar sind, ausziehen müssen Mann, Frau und Kind.

Überall verseuchte Erde im Garten und Acker und Land,

kein Knollengemüse anbauen mehr, davor wird gewarnt.

Tiefe Wälder filtern Gott sei Dank die Luft zum Atmen und Leben,

dennoch wird es immer wieder viel Schäden und Krankheit hier geben.

In die Beskiden- Berglandschaft, ganz in der Näh, man schickte

früher die Arbeiter und Kinder zum Erholen frei,

doch die Zeiten sind auch hier heute vorbei.

Wir passierten die Mautstelle, Vignette gezeigt und weiter,

der Himmel war blau und heiter.

Krakau wollten wir schnell erreichen,

doch mussten wir zunächst recht

schleichen.

Staus und Baustellen versperrten die

Straße lange,

und uns wurde wegen unserer Ankunft

im Hotel bange.

Doch schließlich erreichten wir unser

Ziel fast pünktlich sogar,

Koffer aufs Zimmer und schon unsere

Stadtführerin auch da war.

Und los ging es zunächst mit dem Bus,

doch der vor dem Jüdischen Viertel stehen bleiben muss.

Zu Fuß durchstreiften wir die Gegend dann,

wo einst die Juden von überall her waren gesiedelt an.

An der Synagoge, die heute ein Museum ist, blieben wir stehen,

um uns das einstige Zentrum Kazimierz mit seinen Häusern und Straßen anzusehen.

Alle Bewohner wurden umgesiedelt in Ghettos in jenen Jahren,

wo sie nur unter sich noch waren.

400 gab es an der Zahl, verteilt in den Bezirken

ringsumher,

von über 700 000 Einwohnern jeder 10. jüdischer

Herkunft war.

Viele namhafte Künstler und Gelehrte einst hier

lebten in der Stadt,

man sie auf hinterhältige Weise gelockt und dann

verschleppet hat.

Was dort an Leid und Elend, Not und Unrecht

wurde den Menschen angetan,

die Welt nicht vergessen soll und kann.

Unsere „Stadtbilderklärerin“ erzählte uns vieles

aus der Geschichte dieser Zeit,

doch auch von Rückkehr und neuer Hoffnung, die

sich macht breit.

Und dass in einem der kleinen Häuser eine Frau

geboren, deren Name in aller Welt bekannt:

Helena Rubinstein, die Kosmetika-Queen wird sie genannt.

Wir kehrten zurück zu unserem Bus, wo Emilia schon wartet,

denn nun unser Bus zur Stadtrundfahrt startet.

Es war Eile angesagt, denn wir wollten erleben,

wenn zu jeder vollen Stunde der Turmbläser sein Signal tat geben.

Und gerade noch rechtzeitig hörten wir im Menschengedränge,

des Bläsers Melodie, die aber ging nicht bis zum „Enge“?

Einst, nämlich, als die Tataren die Stadt überfielen bei Nacht,

ein Mann auf dem Turm der Marienkirche hat gewacht

und Alarm geblasen, gerettet dadurch die Stadt,

ehe ihm selbst ein Pfeil die Kehle durchbohret

hat.

Seither zu jeder vollen Stunde wird geblasen

diese Melodie-

Und an jener bestimmten Stelle wird

abgebrochen sie.

Viele Menschen säumten den Ringplatz, den

größten Platz der Stadt,

wo Krakau seine Wurzeln hat.

Hier florierte der Handel mit Tuch und mit

anderen kostbaren Gütern reich,

heute beherbergen die Hallen Kunsthandwerk und

dergleich.

Der schönste Platz der Welt soll es auch sein,

und Polens heimliche Hauptstadt obendrein.

Hier pulsiert das Leben in vollen Zügen,

dem zuzuschauen, ist ein großes Vergnügen.

Bürgerpaläste aus jenen Zeiten

rings um den Platz um Schönheit streiten.

200m x200m misst das Areal,

damit ist es größer als der

Petersplatz in Rom allemal.

Die Stadt, kaum zerstört in des

Krieges Wirren, Gott sei Dank,

hat eine Geschichte, die schon

währet 1000 Jahre lang.

Man sagt sogar mit ein wenig Ironie:

Krakau ohne Polen, einerlei,

aber Polen ohne Krakau, undenkbar

sei.

Die älteste Uni auch ist zu finden hier, (etwa 140 000 Studenten)

An der schon Kopernikus tat studiern.

Auch der älteste Globus hier zu betrachten sei,

so erzählte uns unsere Führerin recht frei.

In der Marienkirche, die mit dem Bläser und den 2 ungleichen Türmen, wohl bemerkt,

ein berühmter deutscher Künstler hatte im 15. Jahrhundert gewerkt:

Veit Stoß hier den Altar (größtesTriptichon Europas) einst schuf,

5-teilig mit Marias Leben und 200 feststehenden Figuren aus Lindenholz,

er hatte einen guten Ruf.

Sein Jahresgehalt betrug soviel wie ein Jahresetat der Stadt,

doch das alles ihn letztlich nur Unglück bracht.

Gefälschte Wechsel ihn stürzten tief,

er wieder zurück nach Nürnberg lief.

Verarmt und fast blind ging sein Leben zu Ende,

erst die Romantik entdeckte wieder die kostbare Arbeit seiner Hände.

Die Nazis nutzen seinen Namen zu Propagandazwecken,

und taten sein Werk nach Berlin verschicken.

Heut steht der Altar wieder an seinem Ort,

und niemand wird ihn hoffentlich nochmals wegholen von dort.

Die älteste Kirche auch hier am Platze steht,

bis ins 12. Jahrhundert die Gründung der Albertkirche zurückgeht.

Ehemals eine kleine Kirche nur aus Holz gebaut schlicht,

im Laufe der Zeit veränderte sie immer wieder ihr Gesicht.

Daneben ein großer Turm ragt hoch empor,

der Rathausturm, doch wo ist das Rathaus nur?

Heute ist darin ein kleines Museum zur

Geschichte der Stadt untergebracht.

Wir aber haben uns weiter auf den Weg

gemacht,

vorbei an der Barbakane, dem größten gotischen

Wehrturm aus dem 15. Jahrh.,

durch das Florianstor , durch das

ehemals die Könige die Stadt betraten,

zur Floriansgasse hin mit den schönen

Häuserfassaden,

auch begegneten wir Papst Joh. Paul II. an

einigen Häuserwänden in Bild und Wort,

er wird verehrt überall im Land und ganz

besonders hier am Ort.

Weil hier er wirkte als Erzbischof und Kardinal,

ehe er nach Rom musste nach der Papstwahl.

Geschäftiges Treiben in all den Straßen und Gassen,

man konnte sich auch mit dem „Fiaker“ durch die Stadt fahren lassen.

Vor der Peter und Paul – Kirche blieben

wir stehn,

auf dem Vorplatz die Statuen der 12

Apostel waren zu sehn.

Zum Schluß wir gingen noch ein Stück am

Weichselufer entlang,

zu Füßen des Wawel , zu dem man über eine

Brücke gelang.

Doch langsam mussten wir an die

Rückfahrt zum Hotel denken jetzt,

denn dort warteten die Kellner mit

dem Abendessen um 6.

Schnitzel mit Bigosch und pommes

und Grütze dazu,

danach gingen wir zur Ruh.

Doch zu schön war der Abend, um wirklich schlafen zu gehen,

wir nahmen ein Taxi und wollten lieber Krakau bei Nacht uns ansehn.

Das war wirklich ein Erlebnis, das Treiben auf dem Markt, die jungen Leute all,

wie schon in Breslau, auch hier pulsiert das Leben prall.

Feuerkünstler, Rapper und Kleinkünstler viele,

Studenten sicher, die für Münzen brachten Spiele.

In den Tuchhallen nur noch Schmuck- und Bernsteinbuden waren offen,

alle noch auf späte Käufer hofften.

Allmählich die Dunkelheit brach herein,

und die Häuser strahlten im Lichterschein.

Bei Cappuccino, Eis oder Bier

genossen diese herrliche Atmosphäre wir.

Zu später Stunde sagten der Stadt wir „gute Nacht“ und Auf Wiedersehn,

denn am anderen Morgen sollt es in der Früh zum Schlossberg gehen.

Mittwoch, 27. Mai

Nach diesem herrlichen Abend und einer ruhigen Nacht,

ging es wieder los kurz nach 8.

Das Wetter zeigte sich immer trüber mit Wolken schwer und grau,

unser 1. Ziel war heute der Wawel- Schloßbau.

Sein Name geht auf den sagenhaften Herrscher Krak der Wislanen zurück,

glaubt man, doch nur auf gut Glück.

Unter dem Schlossberg in einer Höhle ein Drache hauste in jenen Zeiten

Und tat Angst und Schrecken arg verbreiten.

Opfer forderte er: Rinder, Schafe, junge Mädchen gar,

das dem König zuviel war.

Er versprach die eigne Tochter dem Manne,

der das Ungeheuer bezwingen könne.

Es versuchte viele brave Rittersleute

und wurden dabei selbst zur Beute.

Da kam ein Schusterjunge flugs heran,

der versuchte es mit einem Tricke dann:

Ein Schaf mit Schwefel angefüllt,

der Drache verschlingt es gierig, doch dann er brüllt.

Der Schwefel ihm die Därme reißt,

und er sich in den Fluss nein schmeißt.

Fort ist er nun, der König voller Glück,

kann nun vom Versprechen nicht zurück.

Sein Töchterlein und der Schusterjunge werden ein Paar,

und alle Welt glücklich damit war.

Ein bronzener Drache am Eingang zur Höhle erinnert heut

an die mutige Tat vor langen, langer Zeit.

Zunächst hieß es erst mal den Schlosshügel zu erklimmen empor,

im Schlosshof wartete schon unsere „Schloßbilderklärerin“ am Tor.

Sogleich sie uns in die Kathedrale führte hinein,

es war noch früh und so konnten wir alles in Ruhe betrachten fein.

Sie auch die Krönungskirche wird genannt,

weil hier über Jahrhunderte hinweg die Krönungen von 37 polnischen Könige

fanden statt.

Bis später Warschau (1596) das Regiment übernahm,

und Krakau erst an zweiter Stelle kam.

Viele Baustile sind an diesem Kirchenbau zu sehn,

und von den 21 Kapellen ist eine ganz besonders schön.

Hier der Sigismund seine Ruhestätte unter einer goldnen Kuppel fand.

Vom Turm, die größte Glocke erschallt übers Land.

12 Männer braucht man sie zum Tönen zu bringen

aus umgeschmolzenen Kanonen abgegossen, tut sie heut zur Ehre Gottes erklingen.

Auch die meisten anderen Könige

fanden

in dieser Kathedrale

ihre letzte Ruhestatt,

in zahlreichen Sarkophargen und

Grabmählern aus Marmor und

Sandsteingebilden,

nur der Hl. Stanislaus

einen silbernen hat.

Ebenso ist das schwarze Kruzifix

der Hl. Hedwig hier zu finden,

sowie eine Kopie der Schwarzen Madonna und viele Gobelins

aus Flandern an den Wänden.

Draußen derweil schon lange Besucherschlangen standen an,

viele Kindergruppen mit Lehrern, die absolvieren noch

rasch vor den Ferien ihr „Pflichtprogramm“.

Wir traten hinaus in den Innenhof mit seinen herrlichen Arkaden ringsherum,

die aus der Zeit stammten, als nach dem Brand im Jahre 1499

der Hof musste gebaut werden um.

Reste von Malereien sind hoch unter dem Dach dort noch teilweise zu sehn,

das war bestimmt seinerzeit wunderschön.

Viele Herrscher hatte das Schloß im

Laufe der Jahrhunderte schon gesehn,

auch in jüngster Geschichte war dort

vieles geschehen.

Im 2. Weltkrieg residierte der

Generalgouverneur hier hoch oben,

auf dem Wirtschaftsteil die Nazi-

Verwaltung sich tat austoben.

Zum Schluß traten wir noch in die Schlossräume ein,

dort befinden sich jetzt das Museum mit großen Schätzen fein.

Vieles hatte man während fremder Besatzerzeit geraubt und gestohlen,

doch einen Teil hatten die Polen rechtzeitig nach Kanada geschafft,

den konnte man dann wieder holen.

Herrliche Holzdecken in Kassettenstruktur,

wunderbare Gobelins mit Themen aus der Bibel und

aus der Natur.

Bildteppiche aus Wolle und Seide

mit Metallfäden verwebt,

haben bis heute überlebt.

Einigen, die man hatte geraubt und am neuen Platz

nicht passten,

hatte man leider abgeschnitten und gekürzt die

Quasten.

In dem Empfangsraume, wo die Herrscher

Turniere spielten in den Hallen,

ließ Sigismund seinerzeit von Hans Dürer, den

Bruder von Albrecht, die Wände bemalen.

Der Thronsaal, wohl der schönste im Haus,

zeichnet sich durch die berühmten „Wawel-Köpfe“ in den

Kassettenfeldern der Decke aus.

All das bestaunten wir sehr,

sicherlich gab es der Schätze noch viel mehr.

Aber alles konnten wir nicht besehn,

wir mussten weiter zum nächsten Besichtigungsort gehen.

Inzwischen regnete es in Strömen vom Himmel herab,

wir setzten uns etwas schneller in Trab.

Der Bus auf uns wartete schon an der Ecke,

vor uns lag zwar eine kurze, aber baustellenreiche Strecke.

Zum Salzbergwerk Wieliczka schlugen wir die Richtung ein,

zum Mittagessen sollten dort wir sein.

Zwar war die Zeit noch viel zu

früh am Platz,

Emilia versuchte zu bekommen

für unseren Termin

günstigeren Ersatz.

Doch es gibt nur Führungen in

Deutsch um 16 Uhr,

vorher war kein Führer zu

bekommen für unsere Tour.

So verbrachten in einem

netten Lokal wir die Zeit,

in einer Regenpause

spazierten wir in die

Stadt hinunter nicht weit.

Dann endlich konnt es losgehn, wir fuhren ein in den Schacht,

ein Fahrstuhlkorb hat uns tief in den Berg hinab gebracht.

Wir tauchten ein in eine ganz andere Welt,

alles war hier aus Salzgestein herausgemeißelt und plastisch dargestellt:

Figuren, Fresken, Treppen und Hallen prächtig und groß,

wir nur konnten staunen bloß.

Auch dies auf der UNESCO- Welterbe -Liste steht,

bis zu 327 m es in die Tiefe geht.

20 von insgesamt 2000 Kammern und Kapellen für Besucher sind frei,

und es das älteste erhaltene Salzbergwerk der Erde sei.

Bizarre Landschaften, Konzertsäle, Kirchen und unterirdische Seen,

dies und noch viel mehr gibt es dort zu sehn.

Schon vor 1000 Jahren wurde hier das kostbare Salz abgebaut,

und nicht weit vom Ort wird Kochsalz gewonnen auch noch heut.

Zeugnisse der Arbeit der Kumpel wie es damals wohl war

veranschaulichen Kunstwerke kaum vorstellbar.

Die Entdeckung des Salzes an dieser Stelle, so erzählt eine Mär,

rührt von einer ungarischen Prinzessin her:

sie warf dereinst einen Ring in die Schlucht,

und fand tatsächlich einen Schatz- das weiße Gold, als man den Ring sucht.

Bergleute schufen später hier

in hundert Meter Tiefe der Kinga eine Kapelle zur Ehr.

32 Jahre brauchten die (3) Künstler für ihr Werk so eindrucksvoll,

sicher halfen viele mit, dass dies wurde so toll.

Hier kann man heiraten, konzertieren und sogar kuren,

und auch Papst Joh.Paul II. war unter den Figuren.

Die Madonna von Lourdes steht hier nachgebildt,

sogar das letzte Abendmahl nicht fehlt.

Kronleuchter mit „Kristall-Gehänge“ aus Salz gemacht,

sie beleuchten die Halle, wo sonntags in Gottesdiensten wird Gott

wird und den Menschen gedacht.

Aber auch der Kommerz nicht kommt zu kurz in der Tiefe hier,

Kioske, Fotoshops und andres mehr.

Wir fuhren dann wieder hinauf über Tage ins Licht,

vergessen werden wir dieses Erlebnis wohl nicht.

Im Hotel wir nahmen unser Abendessen ein,

Schnitzel mit Reis und Salat fein!

Für heute hatten wir wieder mal genug erlebt und gesehen,

so konnten wir müde und geschafft in die Betten gehen.

Donnerstag, 28. Mai

Heute mussten wir wieder früh aufstehen,

denn gleich nach dem Frühstück sollt es weitergehen.

Die Knochen taten noch ein bisschen weh vom vorigen Tag,

doch bald hatten wir vergessen alle Plag.

Schwere Kost für den Vormittag angesagt war,

eine Tour nach Auschwitz-Birkenau, nicht leicht, fürwahr.

Über Landstraßen mit blühender Landschaft und kleinen Orten hier und da,

das ist schöner als auf der Autobahn.

Zwar brachten einige Umleitungen uns in Bedrängnis wegen der Zeit,

doch geduldig stand unser Guide schon bereit.

Mit Kopfhörern und Sprechfunk ausgerüst,

weil das für die Verständigung einfacher ist,

wir durch das Gelände mit vielen Gruppen zugleich marschierten,

in der Mehrzahl junge Leute, die ihr Pflichtprogramm absolvierten.

Es ist gut, dass man heute darüber informiert weniger vorbehalten, eher offen,

doch ob man daraus für die Zukunft lernt, bleibt zu hoffen.

Wir durchschritten das Tor zur „Arbeit

macht frei“,

man kennt diese Inschrift aus Dokumenten

mancherlei,

besuchten Block 4, 5 und andere mehr,

in jedem waren unzählige Schicksale

dokumentiert traurig sehr.

Janosz erzählte, dass Besuchern, die damals

hier überlebet hatten,

staunen, dass heute hier alles so grün

und voller hoher Bäume Schatten.

Kein Wunder, denn in jener Zeit gab es nur Lager u. Kasernen in Reihen akkurat,

die Häftlingsschar ja damals die Bäume erst gepflanzet hat!

Die Pappeln schnell wuchsen in die Höh,

und heute in der Sonne schien alles so schön….

In den Häusern hinter Glas und in

Kästen zu betrachten waren:

Koffer, Kleider, Schuhe, und ganz

schlimm- Berge von Haaren.

Bedrückend die Kellerräume, Zellen

und Kammern,

Tausende von Menschen hier

umkamen.

An der Todesmauer Besucher hatten

Blumen dargebracht,

und auf diese Weise der gequälten

Menschen gedacht.

Der zweite Teil der Tour nach Birkenau

führte gleich in der Nähe dort.

Noch ein viel größeres Gelände mit Lagern

und Baracken stehen dort.

Allein 200 000 Kinder wurden

hierher deportiert,

nur 600 von ihnen hatten die

Schrecken überlebt!

Hier die Schienen endeten, wo es hieß

rechts oder links sich einzureihn,

für die einen das Ende, für die anderen

ging es zunächst in die Lager hinein.

Nicht wegen Erholung oder Umsiedlung,

wie man es den Menschen vorgemacht,

hier wurden die meisten

von ihnen umgebracht.

Juden, Polen, Russen, Sinti und

Roma und Leute, die unbequem,

die wagten zu widersprechen

dem Horror-Regime.

Hier war die Zentrale europaweit,

das Verbrechen im wahrsten

Sinne des Wortes

zum Himmel schreit!

Einige Bauten noch zur Erinnerung stehn,

in denen die „Betten-Regale, Gemeinschafts-Latrinen und mehr

auf dem „größten Friedhof der Welt“ sind zu sehn.

Ziemlich betroffen und still

verließen wir den Ort,

und setzten unsere Fahrt

Damit unsere Heimreise schon

begann,

doch einiges hatten wir dennoch

im Programm.

Unterwegs Emilia erzählte uns

noch einiges vom Land und

der Leute Sorgen,

auch hier bedrückt die Menschen

die Frage: Was kommt morgen?

Zwischendurch gabs auch Singen, lustige Geschichten und dergleichen,

der Abschied von Emilia nahte, als wir taten wieder Breslau erreichen.

Schnell ein Kaffee bei IKEA, Tschüss und Dankeschön,

Emilia nachgewunken, sie musste rasch nach Hause gehen,

denn dort wartete man schon auf sie als Stadtbilderklärerin für eine neue Gruppe,

wir wünschten ihr eine solche nette wie unsere Truppe!

Unterwegs der Himmel wurde

schwarz, die Wolken schwer,

ein deftiges Gewitter kam daher.

Aber wir saßen trocken und sicher

hier im Bus,

nur der arme Manfred gegen das

aquaplaning kämpfen musst.

Eigentlich wollten wir noch in Bunzlau halten an,

um Keramik zu kaufen mit den letzten

Szlotys dann.

Doch dort war geschlossen, es war kurz nach 6,

so kamen wir in Görlitz an nicht gar so gehetzt.

Im Hotel Mercure erlebten wir Überraschung und netten Empfang,

ein Glas Curacao/Orange und tolle Blumen im Eingang,

auf dem Zimmer begrüßt am Computer ganz individuell,

doch zunächst hieß es zum Abendessen eilen schnell.

Menu nach Wahl am großem Buffet mit Suppe und vielen Leckereien,

schade, dass der Magen nur so klein!

Es hat wunderbar geschmeckt,

auch die Bedienung freundlich perfekt.

Nachher noch rasch mal in die Stadt,

an die man noch gute Erinnerung hat.

Vieles wurde wieder erkannt,

damals trennte die Neiße-Brücke noch Polen und Deutschland.

Die Brücke 2004 wurde geöffnet, als Polen in die EU wurde aufgenommen,

seit her können die Menschen beider Stadtteile gut zusammen kommen.

Der deutsche Teil der Stadt hell und bunt im Flusse spiegelt sich,

im polnischen Teil die Farbe grau noch überwiegt mehrheitlich.

Nur weil so kalt und donnerig war das Wetter,

gingen wir zurück ins Hotel, das war „better“.

Hatten eine ruhige Nacht wunderbar,

doch nicht für alle bot sich das so dar:

Fam. Schwarz wohl hatte gebucht die Extra-Klasse, o lala.

Doch, was gab es wohl Besondres da?

Herr Schwarz, er meinte lapidar,

für mich es ein ganz neues Erlebnis war.

Seine Frau schwankte derweil her und hin,

wollte sie aufstehn, blieb stets ein Teil von ihr im Bette drin.

Sie hat dann auf den Zettel im Zimmer geschrieben:

Alles ganz toll und nett,

aber nie wieder ein Wasserbett!

Das Frühstück war ganz toll und riesengroß,

schade, aber wer kann so viel am frühen Morgen essen bloß?

Der Himmel blieb noch eine Weile grau verhangen,

Doch das änderte sich, als wir mit unserer Besichtigungstour durch Görlitz begannen.

In 2 Gruppen zogen wir los in die Stadt,

die so vieles zu begucken hat:

Herrlich restaurierte Häuser mit tollen

Portalen,

alte Gebäude mit riesigen Hallen,

reiche Kaufleuten hier einst lebten und

Handel trieben mit Salz und Tuchwaren,

gewebten.

Auch Napoleon und andre berühmte Leute mehr,

hatten zu ihrer Zeit mehrmals genächtigt hier.

Zum Glück wurde die Stadt nicht zerstört in den Wirren der Zeit,

deshalb ist sie heute mit ihren Häusern aus Renaissance, Barock, romanischem oder

gotischem Stil wohl eine Besonderheit.

Gesponsert seit Jahren mit 1 Million (DM) für Erhaltung und Ausbau

von Objekten, von unbekannter Hand,

hofft man, dass dieser Segen noch lange fließen kann.

Nicht so gut geht es dem Stadtteil auf der anderen Seite vom Fluß,

dort man noch mehr ums Überleben kämpfen muß.

Die Arbeitslosigkeit überall ist groß,

wohin soll das alles noch führen bloß?

Auf der alten Handelsstraße „via regia“

wir bis zum Obermarkt gingen,

wo früher die Handelsleute ihre Waren

von Spanien bis Asien taten hin und her

bringen.

Am Treppenfuße vom Rathaus Justitia

grüßt mit der Waage in der Hand,

an der anderen Seite bestaunten wir die

Uhren an der Wand.

Über die Treppe ein Hochzeitspaar kam

herunter vom Winde verweht,

wünschen wir ihnen, dass es im Leben

nicht immer so stürmisch zugeht!

An den Hausportalen die sog. Kaffköpp schauen

herunter,

sie lauschen dem Geplapper munter,

derer, die damals auf den Stufen saßen

und dabei manchmal Zeit und Stunde vergaßen.

Ganz in der Nähe das Biblische Haus war zu

betrachten,

einst Künstler an die Wände Bilder aus der Bibel

aufbrachten.

Daneben das „rote Haus“, es als das älteste

Renaissance-Haus Deutschlands gilt

und schon über 500 Jahre zählt.

Eines durften wir auslassen um keinen Preis:

Noch-Kaufhaus Hertie, ein Juwel, wie jeder weiß!

Mit Jugendstil-Glasgewölbe wunderbar gebaut, farbig bunt

und breiten Treppenaufgängen und Säulen aus Frankenwald Marmor rund.

Dort wir nur leider verbringen

konnten eine kleine Weile drin,

denn nun stand nach Richtung Kassel

nur noch uns der Sinn.

Unterwegs noch einige wenige Pausen wir machten,

alle schon mehr oder weniger an zu Hause dachten.

Die Zeit vertrieben wir uns mit singen und lesen

über die Tage, die gewesen.

Waren dankbar und froh, dass alles so gut gelaufen ohne Komplikationen

oder dergleichen,

und taten so am frühen Abend Wolfhagen wieder erreichen.

Dankten Herrn Knorn, der uns so gut gefahren über Berg und Tal,

hoffen, dass er uns auch fährt beim nächsten Mal.

Gedankt sei auch allen, die mitgeholfen und mitgemacht,

dass diese Reise hat wieder Spaß gemacht.

Wir waren wieder eine gute Gruppe in der Tat,

vielleicht sehen wir uns wieder zu einer neuen Fahrt.

Im nächsten Jahr, so Gott will,

wird es geben ein neues Ziel.

Danke, euch allen alles Gute

Eure Marianne Winzig Im Mai 2009